Die Handys heutzutage haben bereits eine sehr gute Qualität, um Videos aufzunehmen. Vor allem für Live-Streams sind die perfekt, weil man direkt vom Handy aus streamen kann, anstatt eine Kamera am Laptop anzuschließen und von da aus zu streamen. Man sollte sich vorher bewusst machen, ob man ggf. NUR Live-Streams macht oder auch aufgezeichnete Online-Kurse anbietet. Denn meistens lässt sich mit einem Setup beides abdecken.

An dieser Stelle möchte ich zeigen, wie man sein Handy “pimpen” kann und zu einer ziemlich guten Video-Streaming-Maschine machen kann.

Handy

Ich selbst nutze seit Januar 2018 das “Huawei Mate 10 Pro” und bin in 2020 immer noch begeistert von der Qualität und kann es für diese Zwecke definitiv empfehlen. Dadurch, dass es bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist es auch nicht mehr so teuer. Wenn du bereits weist, dass dein Raum für die Aufnahmen nicht besonders groß ist, solltest du zu einem Handy mit einer internen Weitwinkel-Kamera greifen (wie zum Beispiel das Huawei P30 Pro, das Huawai Mate 20 Pro oder das iPhone 11). Mehr dazu unter “Weitwinkel”.

Preis für’s Handy: ca. 400 – 500 Euro.

Halterung

Wir ergänzen ein Mikrofon und ggf. Licht, weswegen wir eine Halterung brauchen. Man kennt sowas vom Selfie-Stick. Aber wir brauchen so eine Halterung mit der Möglichkeit ein Mikrofon über einen “Cold Shoe Mount” anzustecken. Das geht bereits mit der kleinen “Metall Stativ Handy Halterung. Für wenige Euro mehr bekommen wir aber eine Halterung mit mehr Anschlüssen UND der Möglichkeit es HOCHKANT auf unser Stativ zu schrauben! Was für Instagram- und Facebook-Stories perfekt ist: Ich rede von dem “Ulanzi U Rig Pro Smartphone Video Rig“.

Preis für die Halterung: ca. 20 Euro.

Mikrofon

Das Mikrofon schließen wir am Handy über die Kopfhörer/Headset-Buchse an. Wer sowas nicht mehr hat – wie ich mit meinem “Mate 10 Pro” – der hat in der Regel einen Adapter beim Handy. Wie bei mir von USB-C auf Klinke.

An die Halternung stecken wir es über den sogenannten “Cold Shoe Mount” oder “Blitzschuhadapter”. Da bieten sich Richtmikrofone wie das Rode VideoMicro kompakt oder das TAKSTAR SGC-598 an.

Kabellose Ansteckmikrofone sind auch sehr gut geeignet. Wie zum Beispiel das RØDE Wireless Go Compact Mikrofonsystem kabellos wo wir preislich allerdings in einer anderen Liga spielen (teurer):

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Preis für das kabellose Ansteckmikrofon: ca. 190 Euro.

Licht

Licht ist so eine Sache. Je nach Umgebung braucht man im Grunde was anders. Das beste ist, mit Tageslicht zu arbeiten und immer mit dem Licht filmen und auf keinen Fall dagegen. Hast du also einen Raum und über das Fenster kommt das Tageslicht rein, dann sollte das Fenster HINTER der Kamera/dem Handy sein und nicht im Bild.

Für diese Selfie- / VLog-Aufnahmen, bei denen man recht nah an der Kamera ist, reichen die “kleinen” LED-Scheinwerfer, die man an die tolle Halterung anstecken kann aus. Wie zum Beispiel einzwei der “Godox LED64 Video Light“. Wenn du allerdings etwas weiter weg stehst – was bei Aufnahmen deiner Yoga-Übungen sehr wahrscheinlich der Fall sein wird, damit du komplett im Bild bist, dann kommt von dem Licht relativ wenig bei dir an.

Da gibt für überschaubares Geld die (etwas klobigen) Fotostudio-Softboxen, wie DIESE HIER. Da gibt es einfach das meiste Licht für die wenigsten Euro. Einfach Links und Rechts von dir aufbauen. So nah ran wie möglich, ohne dass sie im Bild sind und du bist gut ausgeleuchtet. Wer diese in “schlank” braucht, muss nach teuren LED-Alternativen schauen, wie DIESE HIER.

Preis für das Studio-Licht: ca. 60 Euro.

Weitwinkel

Viele Yogalehrer haben das Problem, dass der Raum zu klein ist. Denn in der Video-Aufnahme sollte ja der ganze Körper zu sehen und nichts angeschnitten sein. Deswegen solltest du nach der Möglichkeit mit dem größten Abstand von dir zum Handy/zur Kamera suchen, die du hast. Stell das Handy so weit wie möglich an die eine Wand, so dass du noch auf’s Display gucken kannst. Und lege deine Yoga-Matte soweit wie möglich gegenüber an die andere Wand. Ohne dass es merkwürdig nah an der Wand aussieht. Teste, wie der Bildausschnit ist und hole dann ggf. Handy/Kamera und Matte wieder dichter ran. Besser die Matte dichter ans Handy, damit du weiter weg von der Wand kommst. Das sieht meistens schöner aus.

Wenn der dir größtmögliche Abstand noch zu klein ist und dein Kopf oder deine Füße im Bild angeschnitten werden, dann kannst du es noch mit einem Weitwinkel versuchen. Diese gibt es auch für’s Handy. Beispiel: https://amzn.to/30AA1Gp Das geht allerdings nur, wenn deine Handy-Kamera aus EINER Linse besteht und nicht wie beim Mate 10 Pro zum Beispiel aus zwei Linsen. Viele Handys der neusten Generation haben mehrere Linsen. Da kann man keine Extra Weitwinkel-Linse anbringen. ABER: Oft ist eine der Linsen bereits ein Weitwinkel!! Check das vorher oder finde heraus, wie du die Weitwinkel-Funktion deines Handys aktivierst! Evtl. reicht das schon!

Beispiel-Handys mit interner Weitwinkel-Kamera: Huawei P30 Pro. Huawai Mate 20 Pro. iPhone 11.

Stativ

Zum Schluss setzen wir die Halterung mit dem Handy und dem Mikrofon noch auf ein Stativ, damit es gerade und stabil ist und die richtige Höhe hat. Das muss nicht spezielles können, da reicht sein ein Basis-Dreibein-Stativ für unter 20 Euro: https://amzn.to/3hp4i0Y

Preis für’s Stativ: ca. 20 Euro.